Bedrohungen für Mensch und Umwelt

Hier wird die größte und am stärksten belastete Güterzugtransitstrecke Europas geplant , mitten durch Wohngebiete, mit all den negativen Konsequenzen für Zehntausende Menschen in Kenzingen, Herbolzheim und benachbarten Siedlungen. Die Folgen wären:

  • gewaltige Lärmbelastung, für einige hundert Wohnungen wären Schallschutzfenster erforderlich,
  • giftige Feinstaubbelastung
  • erhöhtes Unfallrisiko durch große Zahl von Weichen und  Gefahrguttransporten,
  • hohe Erschütterungen in der  Nähe der Bahntrasse,
  • Beeinträchtigungen des Orts- und Landschaftsbildes durch die Überwerfungsbauwerke nördlich und südlich von Kenzingen, die bis zu 12 m hoch werden. Über 5,5 m hohe Lärmschutzwände in den Städten.(siehe Bild unten)
  • starke Lärmbelastung auch  in den teilweise bewohnten Gewerbegebieten, da dort geringerer Lärmschutz vorgesehen
  • Wertverlust von Grundstücken und Wohneigentum, schlechtere Vermietbarkeit von Wohnungen etc.
  • sehr hohe Lärmbelastung und Schadstoffbelastung in der einige Jahre andauernden Bauphase

weitere Informationen zum Thema:

Blick auf das geplante Überwerfungsbauwerk


Von besonderer Brisanz sind die nördlich und südlich von Kenzingen geplanten Überwerfungsbauwerke. Nicht nur ihr Ausmaß, sondern auch der Grund ihrer Notwendigkeit erregen beim Bürger Unmut. Notwendig wurden diese, als die Stadt Freiburg entschieden hat, die Güterzüge nicht durch Freiburg zu leiten, sondern um die Stadt herum. So müssen die Güterzüge über Brücken den Personenverkehr kreuzen und dies geschieht auf ansteigenden Rampen bis zu einer Maximalhöhe von 12 m. Lärmschutz an diesen Stellen ist nicht vorgesehen. Die Gesamtlänge dieser an- und absteigenden Bauwerke erstreckt sich über eine Länge von ca. 5 km. Landschaftstechnisch eine Katastrophe und vom Unfallrisiko nicht einschätzbar. Ein Notfallplan liegt hier nicht vor. Begründung: „Die Bahn ist das sicherste Verkehrsmittel.“